Exkursion zu sächsischen Talsperren
18.07.-19.07.2008, Leiter Horst-Diether Ritz
Am 18. Juli 2008 trafen sich pünktlich um 9 Uhr die Teilnahmer der diesjährigen Exkursion in der Oststraße in Gotha.
Teilnehmer waren (v.l.n.r.)
* Thomas Ritz
* Horst-Diether Ritz
* Wolfgang Möller,
* Erika Gessner
* Gudrun Ritz
* Carmen Möller
* Klaus Kiel
* Dr. Herold (aus Bad Langensalza)

Fahrt nach Wildenthal
Mit den zwei PKW fuhren wir am 18.07.2008 ohne größeren Halt nach Wildenthal ins Erzgebirge. Wildenthal ist ein Ortsteil von Eibenstock in der Nähe der tschechischen Grenze. Gegen 12 Uhr waren wir am Ziel. Auf unsere Zimmer mussten wir noch eine Weile warten. Doch wir versammelten uns erst einmal an einem großen Tisch, um uns aus der Marschverpflegung zu stärken und den weiteren Ablauf zu besprechen. Der Plan lag fest, sollte aber bei Bedarf sehr flexibel gehandhabt werden. So waren wir es all die Jahre gewohnt.
Verabredet waren wir 13 Uhr an der Talsperre Eibenstock. Hier war eine Führung geplant, die ein Höhepunkt der Exkursion werden sollte. Der Direktor der Talsperre, Herr Lautenschläger, übernahm persönlich die Führung.



Talsperre Eibenstock - größte Talsperre Sachsens
Bevor er mit seinem Vortrag beginnen konnte, wurde er schon mit Fragen bombartiert: Warum ist diese Mauer gerade gebaut? Wie hält sie eigentlich dem Wasserdruck stand?
Seine Antwort war einleuchtend: 'Gerade bauen ist immer einfacher als im Halbkreis bauen. Das ist eine Gewichtsstaumauer - wie alle Staumauern, die wir besichtigten wollen. Die steht, weil sie so schwer ist.'

Talsperre Eibenstock ist die größte Talsperre Sachsen und dient vorwiegend der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz. Die Mauer hat eine Höhe von 65,5 m. Breite des Fußes 48 m. Sie wurde von 1974-1987 gebaut.
Das nächste Ziel am 18.07.2008 war die Trinkwassertalsperre Carlsfeld.
Die Talsperre Carlsfeld, auch Talsperre Weiterswiese oder Wilzschtalsperre, ist die höchstgelegene Talsperre in Sachsen. Sie liegt innerhalb des Eibenstocker Stadtgebietes beim Ortsteil Carlsfeld. Sie ist außerdem die höchstgelegene Trinkwassertalsperre und nach dem Schluchsee die zweithöchstgelegene Talsperre Deutschlands. Das gestaute Gewässer ist die Wilzsch, ein Nebenfluss der Zwickauer Mulde.
Die Staumauer der Talsperre Carlsfeld ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk.


Am 2. Tag unserer Exkursion, den 19. Juli 2008, führte uns der Plan zur Sosa-Talsperre.
Die Talsperre Sosa ist eine Talsperre im Freistaat Sachsen. Sie dient der Trinkwasserversorgung des Westerzgebirges und dem Hochwasserschutz.

Die Talsperre wurde 1949 bis 1952 im Höllengrund südlich von Sosa, seit 2011 Ortsteil der Stadt Eibenstock, im Erzgebirge erbaut und 1952 endgültig in Betrieb genommen. Die Staumauer ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk. Sie ist die letzte Staumauer dieses Typs, die in Deutschland errichtet wurde. Das gestaute Gewässer ist die Kleine Bockau. Zusätzlich wird Wasser der Großen Bockau der Talsperre zugeführt.



Besuch des Siegmund-Jähn-Museum und der Deutschen Raumfahrtausstellung in Morgenröthe-Rautenkranz
Auf dem Weg zur nächsten Talsperre wollten wir unbedingt diese Ausstellung besuchen. Es war ein Highlight.






Ganz in der Nähe von Morgenröthe-Rautenkranz liegt Muldenberg und die Muldentalsperre. Sie war unser letztes Ziel.
Die Talsperre Muldenberg ist eine Talsperre im Vogtlandkreis des Freistaates Sachsen. Sie versorgt ungefähr 100.000 Menschen in 21 Orten mit Trinkwasser und dient darüber hinaus dem Hochwasserschutz.
Die Staumauer ist eine gekrümmte Gewichtsstaumauer aus Bruchsteinmauerwerk. Sie hat die längste Mauerkrone aller Staumauern in Sachsen. Von deren 525 m sind aber nur 476 m sichtbar. Für Hochwasser hat die Talsperre einen festen Überlauf in der Mauermitte. Es fließt dann in ein Tosbecken am Fuß der Staumauer.




