Von Dirk Bernkopf , Lokalreporter Gotha
Schlechtes Zeugnis für Gothaer Denkmal

Gotha. Gothaer Studenten dokumentieren Schäden am 180 Jahre alten Aquädukt. Fazit: „Eigentlich kann man keinen Tag länger warten.“
Sie untersuchen jeden Stein, jede Fuge, kriechen in dunkle und verdreckte Räume. Hannah König, Marian Müller und Fiete Strathmann sind Studenten der Fachschule für Bau, Wirtschaft und Verkehr in Gotha und untersuchen in diesen Wochen das 180 Jahre alte Aquädukt am Leinakanal bei Sundhausen. Ihr Fazit ist schon nach den ersten Begutachtungen besorgniserregend.


Als angehende staatlich geprüfte Bautechniker für Bauerneuerung/ Bausanierung werden die Fachschulstudenten die Schäden am Bauwerk erfassen, eine Sanierungskonzeption erstellen undeine Kostenschätzung für erforderliche Sanierungsarbeiten erheben. Seit drei Wochen beschäftigen sich die drei intensiv mit dem mehrmals umgebauten Brückenbauwerk. Sie sichteten alte Sanierungsunterlagen und verglichen den aktuellen Zustand mit den ursprünglichen Bauzeichnungen.
Bernhard Mai, Metallrestaurator und Professor der Fachhochschule Erfurt, unterstützte die Studenten in der vergangenen Woche bei der Schadensaufnahme des nicht mehr vollständig erhaltenen gusseisernen Geländers.
Wasserschaden bedroht Standfestigkeit des Aquädukts
Als Hauptproblem haben sie schnell einen Wasserschaden ausgemacht, der die Standfestigkeit des Denkmals bedrohen kann. „Der Wassereinbruch ist massiv, eigentlich kann man keinen Tag mehr mit der Reparatur mehr warten“, sagt Heike Kirsten, promovierte Lehrerin für Baustoffkunde, Sanierung und Denkmalpflege.