Neue Informationstafel: Was unter Gothas Straßen verborgen liegt
Gotha. Eine neue Informationstafel erzählt in der Gerbergasse von Gothas ältestem Wasserbauwerk: dem mehr als 650 Jahre alten Leinakanal.
Von Manuel Wieland, Funke Medien Thüringen, Gotha, 28.08.2026
www.thueringer-allgemeine.de/gotha

Eine neue Informationstafel in der Gerbergasse informiert ab sofort über die Geschichte und Bedeutung des Leinakanals. Oberbürgermeister Knut Kreuch übergab die Tafel heute gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtentwicklung und Hans-Georg Kühm, dem Vorsitzenden des Freundeskreises Leinakanal, der Öffentlichkeit. Im Zuge der geförderten Sanierungsmaßnahme wurde auch die Abdeckung des Kanals erneuert.
Leinakanal wieder sichtbar machen
Um 1369 wurde der Leinakanal fertiggestellt und zählt zu den ältesten erhaltenen Bauwerken der Stadt. Auch wenn er heute vielfach unterirdisch verläuft, wird sein Verlauf im Bereich von Margarethenstraße und Gerbergasse durch neue Abdeckplatten und ein Cortenstahlband sichtbar gemacht.

Durch die Informationstafel wird dem Leinakanal an einer weiteren Stelle im Stadtgebiet die Aufmerksamkeit zuteil, die seiner historischen Bedeutung für Gotha angemessen ist. Es wird für Passantinnen und Passanten erkennbar, dass sich unter dem gegenwärtigen Straßenraum ein Bauwerk verbirgt, welches die Entwicklung der Stadt bereits über einen Zeitraum von mehr als sechs Jahrhunderten hinweg begleitet.
Wasser als Grundlage für das Handwerk
Die dreiteilige Tafel gibt einen Überblick über die Entwicklung und Nutzung des Kanals und erklärt dessen Bedeutung für die Gothaer Stadtgeschichte. Sie orientiert sich designtechnisch an bereits vorhandenen Informationselementen im Gothaer Stadtgebiet. Besonders die Gerber nutzten das Wasser für ihre tägliche Arbeit und siedelten sich deshalb entlang des Kanals an. Sie gaben der Gasse, in der die Informationstafel nun steht, auch ihren Namen.
Die Sanierungsmaßnahme wurde von den Bereichen Tiefbau und Stadtsanierung begleitet. Der Freundeskreis Leinakanal brachte sein historisches Fachwissen in die Gestaltung der Tafel ein. Damit wird ein Bauwerk, das Gotha seit mehr als sechs Jahrhunderten prägt, auch für Passanten unmittelbar erlebbar. red